Extrusion 3-2026
Wie die Verpackungs- industrie die aktuell anstehenden, tiefgreifenden Umbrüche und hochkom- plexen Herausforderungen erfolgreich meistern kann, zeigt das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV vom 7.-13. Mai 2026 auf der interpack in Düsseldorf am Stand des VDMA in Halle 4, Stand C54 . Präsentiert werden Verpackungs- lösungen, die geforderte Rezyklat-quoten erreichen und Technologien, mit denen sich neue Verpackun- gen sicher, nachhaltig und effizient gestalten lassen. D ie Entwicklungen des Fraunhofer IVV ermöglichen den Einsatz innovativer, nachhaltiger Materialien, den Umgang mit veränderten Verarbeitungseigen- schaften und die Anpassung bestehender Maschinen und Anlagen. Zur nachhaltigen Sicherung der Expertise im Un- ternehmen stellt das Fraunhofer IVV ein digitales Wissens- managementsystem vor, das auch bei Fachkräftemangel zu einem reibungslosen Prozessablauf beiträgt, sowie di- gitale Lösungen für effiziente Prozesse und Strategien zur Erleichterung der Datenführung im Materiallebenszyklus. “Mit unserem interdisziplinären Know-how – vom Ma- schinenbau über Materialwissenschaften, Digitalisierung und Automatisierung bis hin zur Ingenieurpsychologie – begleiten wir die Verpackungsindustrie bei der Transfor- mation zu geschlossenen Wertstoffkreisläufen”, freut sich Prof. Dr.-Ing. habil. Marek Hauptmann. Er leitet am Fraun- hofer IVV die Abteilung Verpackungs- und Verarbeitungs- technologien und präsentiert auf der interpack mit seinem Team Innovationen für alle Prozessstufen – vom sicheren Ganzheitliche Technologien für nachhaltige Verarbeitungs- prozesse und innovative Verpackungskonzepte Extrusion 3/2026 Material über die Anwendung und Strategien für die Da- tenführung im Materiallebenszyklus. Technologien im Stoffstrom Rezyklatmaterialien Zum zuverlässigen und effizienten Siegeln von Monofo- lien hat das Fraunhofer IVV die patentierte innovative Tech- nologie “HIS” entwickelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmekontaktverfahren spart diese Methode 95 Prozent Energie und ist flexibel einsetzbar – etwa bei anspruchs- vollen Anwendungen wie Hochgeschwindigkeitsprozessen, temperatursensitiven Produkten oder bei stark limitierten Prozessfenstern. Um die geforderten Rezyklatquoten zu erreichen, ist bei variierenden Rezyklatgehalten und -qualitäten eine belast- bare Bewertung der Verarbeitbarkeit der Materialien ent- scheidend. Die flexible Entwicklungs- und Testanlage “MoTiV” des Fraunhofer IVV ermöglicht die Analyse von Ma- terialeigenschaften, gezielte Tests von Prozessparametern und Werkzeugen sowie die Realisierung von Prototypen ab Kunststoffverpackung – Aus der Forschung Die flexible Entwicklungs- und Modellanlage “MoTiV” ermöglicht die Verarbeitung neuer Rezyklatmaterialien und Prototyping ab Stückzahl 1 (Alle Bilder © Fraunhofer IVV) 32
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTI=