Extrusion 8-2020

Energiebedarf der Pumpen. Einen Schritt weiter folgt dann die Verstopfung eines oder mehrerer Kühlkanäle. In diesen Situa- tionen kommt es zu partiellen Versorgungsausfällen der Sys- temtechnik. Ausschussquoten erhöhen sich signifikant und es kommt in der Folge zu einem Maschinenstillstand. Bei Einsatz von Wärmeaustauschern zur Systemtrennung in Kühlturm- Kühlanlagen läuft mit zunehmender Verschmutzung die Kühl- wasser-Vorlauftemperatur weg oder es kommt auch hier zu ei- nem Infarkt und der Produktionsprozess steht ohne Kühlwas- serversorgung da. Ein anderer, aber sicherlich auch recht brisanter Schauplatz fin- det sich unter einem Biofilm. In einer geschützten Atmosphäre, die durch einen Biofilm vor direkter Einflussnahme Schutz gebender Chemikalien bzw. fließendem Was- ser getrennt ist, findet man des öfteren eine korrosionsaktive Zone. Die Rede ist hier von ei- nem Bereich, in dem ei- ne so genannte anaero- be Biokorrosion stattfindet. Hier sorgen Bakterien gezielt dafür, dass die Bildung von korrosionsschützenden Filmoberflächen behindert wird. Die Folge ist eine Materialschädigung durch Korrosion, die in einigen Fällen bis zu einem Durchbruch, bei- spielsweise in Werkzeugen für die Kunststoff- oder Druckguss- fertigung reicht. Für jeden Fachmann lässt sich ermessen, dass solche Schäden einen enormen Kostenaufwand nach sich zie- hen und daraus Lieferverzögerungen und andere Unannehm- lichkeiten resultieren. Kein Anlagenbetreiber kann daher daran interessiert sein, dass eine schlechte Kühlwasserqualität und in der Folge ein Biofilm in Verbindung mit Verschmutzungen zu einer Leistungsminde- rung oder Störung in Prozessabläufen, an Wärmeaustauschern oder Anlagenkomponenten führt. Im ersten Ansatz versucht man daher dieser Problematik dadurch zu begegnen, dass man Chemie in Form von Biozid und anderen Mitteln zusetzt, ver- schiedene Filterarten einsetzt und im Ernstfall das Speisewasser aus einer Umkehrosmose nutzt. Bei genauer Betrachtung sind das alles aber nur Pflaster für eine nicht heil werdende Wunde. Der richtige Ansatz dagegen ist, die Problematik zu erkennen, eine nachhaltige und passende Lösung für das Problem zu su- chen und zum Einsatz zu bringen und erst dann, wenn innova- tive Technik nicht weiterhilft, das Restproblem mit einem Che- mieeinsatz anzugehen. Genau so ist man bei ONI als Unterneh- men, das energieeffiziente Anlagen in den Bereichen Kühlung, Wärmerückgewinnung, Klima-, Lüftungs- und Reinraumtech- nik, Temperiertechnik und Maschinenoptimierung für Kunden in über 70 Ländern der Welt liefert und baut, an die Lösung dieses Problems herangegangen. Man hat am Weltmarkt nach einer Systemlösung gesucht, die das Grundproblem der Biobe- lastung des Kühlwassers ohne Biozid-Dosierung effizient und nachhaltig angeht. Leider ohne Erfolg. Keimtest vorher und nach 6 Wochen OAC-Betrieb 27 Extrusion 8/2020 Beläge auf einer WAT-Platte aus einem KT-Kreislauf Allerdings wusste man bei ONI aus jahrzehntelanger Erfahrung um Wirkme- chanismen der Biologie im Wasser und auf Oberflä- chen, Einflüsse auf Prozes- se und Leistungen an Übertragungsflächen sowie um die dar- aus entstehenden Korrosionsschäden. Mit diesen Erfahrungen ausgerüstet, ist man selbst an die Entwicklung einer Systemlö- sung gegangen. Daraus entstanden ist eine Technologie, die für verschiedenste Anlagenkonfigurationen eine nachhaltige Lö- sung bietet. Für alle Systeme steht im Vordergrund, durch eine gezielte Ozonisierung dem breiten Spektrum an Biologie massiv entgegenzutreten und durch gezielte Filtration dem Biofilm die Versorgungsmöglichkeit Stück für Stück zu entziehen. Die ONI-AquaClean Technologie sorgt in relativ kurzer Zeit für einen massiven Abbau der biologischen Belastungen im Kühl- wasser und auf den Oberflächen aller benetzten Bereiche ohne Einsatz von Biozid! Gerade für Kühlturmanlagen, die im Fokus der 42. BImSchV stehen, ein wesentlicher Faktor in Richtung Si- cherheit. Darüber hinaus wird durch die integrierte Filtertechnik eine Wasserqualität geschaffen, die die Problematik Verschmut- zung von Oberflächen weitestgehend in den Hintergrund ver- drängt. Für Anlagenbetreiber ist es oft kaum nachzuvollziehen, dass sich die Wasserqualität in so kurzer Zeit verbessern lässt. Mit der Qualitätsverbesserung des fließenden Wassers geht ei- ne wärmetechnische Verbesserung an den benetzten Flächen einher. Es braucht hier einige Wochen, um den Biofilm Stück für Stück abzubauen und die Wirksamkeit der Flächen zu er- tüchtigen, aber die Geduld zahlt sich aus. In Summe bietet die ONI-AquaClean Technologie nachhaltig so viele Vorteile für den Anlagenbetrieb, dass sich die Anschaffungskosten in kürzester Zeit bezahlt ma- chen. ...und die Umwelt profitiert von einem Verzicht auf Biozide und von einem merklich reduzierten Ener- gieeinsatz. Autor Rüdiger Dzuban, ONI-Wärmetrafo GmbH Wasserbatterie an einer SGM ONI-Wärmetrafo GmbH Niederhabbach 17, 51789 Lindlar, Deutschland www.oni.de

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