Extrusion 4-2026

13 Extrusion 4/2026 Branche Intern ► Business Upper Austria ‒ OÖ Wirtschaftsagentur GmbH Kunststoff-Cluster OÖ www.biz-up.at liche Intelligenz in den Mittelpunkt: „Large Language Models sind in der Form nicht für die Produktion geeig- net. Wir müssen Domänenwissen aus Kunststofftechnik, Maschinenbau und Produktionstechnik mit der Digitali- sierung verbinden, um den Wettbe- werbsvorsprung zu halten und zu steigern.“ Raus aus Datensilos, rein in die Transparenz : Auf den Wunsch der Kundinnen und Kunden nach Trans- parenz ging Virgil Raibulet, Senior Pro- gram Manager bei Henkel dx, ein: „Dazu brauchen wir Daten, die teil- weise in Silos gefangen sind. Für Pro- duktpässe sind sie allerdings not- wendig.“ Raibulet ergänzte: „Daten- räume versprechen Skalierbarkeit – sie mit eins oder mit 100 zu teilen macht dann im Aufwand kein Unter- schied mehr. Datensouveränität und -sicherheit müssen jedoch gewährlei- stet werden.“ Wie Stoffe aus der Menge finden : Warum bei der Dekontamination in der Schmelze weniger mehr bewirkt, skizzierte Günther Klammer, CTO von Next Generation Recycling Machines, mit einem Bild: Menschen in einer Menschenmenge seien wie flüchtige organische Stoffe (Volatile Organic Compounds, kurz VOCs). Wollen sie aus der Menge raus, dauert es etwas Wissenschaftliche Ergebnisse sowie Lösungen für ökologische und ökono- mische Herausforderungen der Kreis- laufwirtschaft standen im Fokus des LIT Factory Symposiums 2026 am 16. April an der Johannes Kepler Univer- sität Linz. Die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konzentrierten sich dabei auf Kunststoffverarbeitung, di- gitale Interaktion sowie Re- und Upcy- cling. Zur Veranstaltung geladen hatte die LIT Factory gemeinsam mit dem Kunststoff-Cluster (KC). Gleich zu Beginn brachte es der Lei- ter der LIT Factory, Klaus Straka, auf den Punkt: „Oberösterreich ist einer der dichtesten kunststofftechnisch re- levanten Wirtschaftsräume. Und die LIT Factory ist im Zentrum davon.“ Dank richtete er an die Industriepart- ner, betonte jedoch: „Wir waren in den letzten Jahren erfolgreich, aber der Technologietransfer von Wissen- schaft in die Industrie bleibt unsere Herausforderung.“ Ähnlich sieht es Georg Steinbichler, Mitbegründer der LIT Factory. Er appellierte: „Kritische Rückmeldungen aus der Industrie sind gewünscht.“ Warum KI ohne Fachwissen schei- tert : KC-Beiratssprecher Jürgen Mieth- linger, Geschäftsführer der Lenzing Plastics Gruppe und ebenfalls Mitbe- gründer der LIT Factory, stellte Künst- Wo Forschung industrielle Realität trifft (Verweilzeit). Mit Rucksack (Größe und Komplexität der VOCs) wird es schwie- riger; wenn sich die Menge bewegt (Temperatur) leichter. Ist die Oberflä- che größer (geringere Dichte), geht es ebenfalls leichter. Geringer Druck saugt die VOCs aus der Menge. Zu- sätzlich eingeführtes Gas nimmt die Teilchen an der Hand und mit hinaus. Mehr als ein Forschungslabor : Clus- ter-Manager Wolfgang Bohmayr resü- mierte nach dem Symposium: „Das Vertrauen, die Motivation und der Er- folg dieser Modellfabrik waren den ganzen Tag spürbar. Die LIT Factory wurde ihrem Auftrag als Lehr-, Lern- und Forschungsfabrik mehr als ge- recht. Die Forschungsschwerpunkte decken sich mit den Herausforderun- gen der Industrie und Kooperationen wirken unmittelbar bei den Partner- unternehmen.“ Stadtrat Thomas Ge- genhuber hob ebenfalls die Zusam- menarbeit zwischen Forschung und Industrie hervor und unterstrich: „Sie ist besonders wichtig für radikale und semi-radikale Innovation.“ Das näch- ste LIT Factory Symposium ist für 2028 geplant. Im Fokus des LIT Factory Symposiums 2026 standen wissenschaftliche Ergebnisse sowie Lösungen für ökologische und ökonomische Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft (Bild: © JKU LIT Factory Symposium 2026)

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