Extrusion 7-2026

Recycling Extrusion 7/2026 65 ► WEIMA Maschinenbau GmbH www.weima.com typische Herausforderung jeder for- schungsgetriebenen Fertigung: Was geschieht mit den verworfenen Dru- cken und Prototypen? Wenn Prototyping Abfall erzeugt : Jede neue Druckiteration erweitert die Grenzen dessen, was im industriellen 3D-Druck möglich ist. Doch verwor- fene Bauteile und Prototypenstruktu- ren – häufig aus glas- oder kohle- faserverstärkten Polymeren – sam- meln sich schnell an. ImMaritime Application Center von CEAD, wo massive Bootssektionen ge- druckt werden, können die Überreste mehrere hundert Kilogramm wiegen. Eine Entsorgung solcher Großteile auf herkömmlichem Weg war weder effi- zient noch nachhaltig. Eine intelligen- tere Lösung war gefragt. Ein WEIMA WLK 4 Einwellen-Zerklei- nerer : Nach Gesprächen mit Industrie- partnern fand CEAD die ideale Recy- clinglösung bei WEIMA. Der instal- lierte WEIMA WLK 4 Einwellen- Zerkleinerer mit einem 10-mm-Sieb verarbeitet verstärkte thermoplasti- sche Komponenten mühelos und ver- wandelt sie in gleichmäßige Flakes von etwa 10 mm Größe. Diese Flakes sind das perfekte Zwi- schenmaterial für die Wiederverwer- tung und das Upcycling und unterstützen CEAD auf dem Weg zu einem geschlossenen Materialkreis- lauf, vom Druck zum Produkt und wie- der zum Druck. Die Robustheit und einfache Bedienung der Maschine machen sie zu einem zuverlässigen Bestandteil des additiven Fertigungs- ökosystems von CEAD. Forschung in die nächste Phase – Re- granulieren zur Wiederverwendung : Gemeinsam mit mehreren niederlän- dischen F&E-Partnern untersucht CEAD nun, wie das zerkleinerte Mate- rial erneut pelletiert werden kann, um es wieder in Pellet-Extrusions-3D- Druckern einzusetzen. Erste Tests sind vielversprechend: Kurzfaserver- stärkte Verbundstoffe lassen sich er- folgreich in ein neues Ausgangs- material verwandeln, ohne dass die Druckqualität leidet. Dieser Ansatz reduziert nicht nur den Materialabfall, sondern eröffnet auch neue Wege für eine nachhaltige, geschlossene additive Fertigung. Zuverlässige Partnerschaft, be- währte Leistung : Der WEIMA Shredder ist zu einem festen Bestandteil des Workflows bei CEAD geworden – zu- verlässig, robust und einfach im tägli- chen Betrieb. ► IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. www.kunststoffverpackungen.de bildet das „Design for Recycling“ durch die Wahl von Monolayern sowie recyclinggerechten Oberfolien, Etiket- ten und Druckfarben. Um diese Ver- packungen im Kreislauf zu halten, muss im nächsten Schritt die Sortie- rung ausgebaut werden. In Deutsch- land bieten derzeit nur rund 15 Prozent der Leichtverpackungsanla- gen eine spezifische PET-Thermo- form-Sortierung. Für verlässliche Recycling-Inputqualitäten sind zum Beispiel Investitionen in KI-Technolo- gien und Nachsortieranlagen mittel- fristig unverzichtbar. Auch europaweit harmonisierte Spezifikationen sind er- forderlich. Weiterhin fehlen beimme- chanischen Recycling Kapazitäten: Zur Erfüllung der Vorgabe „Recycling at Scale“ (2035) besteht in Europa eine geschätzte Inputkapa- zitätslücke von 454,5 kt pro Jahr. Zur Bewältigung dieser Hürden empfeh- len die Autoren eine Ökomodulation anhand von Recycling-, Sortier- und Rezyklateinsatzkriterien. Dies sichert eine bessere Inputqualität und setzt Im Zuge der europäischen Verpak- kungsverordnung (PPWR) rückt „Recy- cling at Scale“ in den Branchen- fokus. Die neue Studie „ PET-Schalenre- cycling: Status quo, Herausforderungen und Zukunftsszenarien “, initiiert vom Forum Rezyklat unter Beteiligung der IK Industrievereinigung Kunststoffver- packungen e.V., analysiert die aktuelle Recyclingfähigkeit von PET-Schalen. Wissenschaftlich umgesetzt wurde sie vom Institut cyclos - HTP, GVM Gesell- schaft für Verpackungsmarktfor- schung mbH und dem Fraunhofer IBP. Jährlich fallen in der EU-27 rund 824 kt an halbstarren PET-Verpackun- gen an. Deutschland bildet mit 144 kt (Stand 2024) den größten Einzelmarkt. Die vorwiegend für Lebensmittel ein- gesetzten Schalen bestehen sowohl national als auch im europäischen Durchschnitt zu rund 66 Prozent aus Monolayer-Strukturen. Tray-to-Tray-Recycling für PET-Scha- len ist (mechanisch) technisch mach- bar, erfordert zur Skalierung jedoch lückenlose Optimierungen. Die Basis Neue Studie zum PET-Schalenrecycling entscheidende Anreize für Infrastruk- tur-Investitionen. Das Fazit lautet: Damit das PET-Schalenrecycling sein Potenzial im geschlossenen Kreislauf voll ausschöpfen kann, bedarf es eines europäisch abgestimmten Sys- tems aus DfR, harmonisierten Sortier- spezifikationen und gezieltem Kapazitätsausbau. Die IK Industrievereinigung Kunst- stoffverpackungen vertritt als Bran- chenverband die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackun- gen und Folien in Deutschland und Europa. Die mittelständisch geprägte Branche hat über 90.000 Beschäftigte und erwirtschaftet einen Jahresum- satz von ca. 25 Mrd. Euro. Kunststoff- verpackungen haben aktuell einen Anteil von 22 Prozent am deutschen Verpackungsmarkt. Die IK ist der größte Trägerverband des Gesamt- verbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) und engagiert sich damit auch für die Belange der ge- samten Kunststoff verarbeitenden In- dustrie.

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