Extrusion 7-2026

► Meraxis www.Meraxis-group.com/ Fakuma 2026: A6-6323 beiter aus unterschiedlichen Bran- chen, etwa für Anwendungen in der Automobil- und Möbelindustrie, Me- dizintechnik und für Haushaltsgeräte. Das PP-Portfolio umfasst mineral- und glasfaserverstärkte, elastomer- modifizierte und flammgeschützte Typen. Füllstoffe wie Talkum, Kreide, Glaskugeln oder Glasfaser lassen sich bis zu einem Füllgrad von 70 Prozent kombinieren. Bei Weich-PVC stehen Compounds mit Shore-Härten von A 45 bis 98 und D bis 50 zur Wahl, etwa glasklar, kälteflexibel, flammgeschützt oder treibmittelhaltig. Ergänzt wird das Angebot durch TPEs, ABS, SAN, ASA, PA, PS, PC, PMMA, HDPE, LDPE und PP/PA-Blends. Das Werk verar- beitet sowohl PIR- als auch PCR-Rezy- klate, je nach Bedarf mit bis zu 100 Prozent Rezyklat bezogen auf den Po- lymeranteil und auf Wunsch emissi- onsoptimiert. Umfassende Prüfmethoden und anerkannte Standards : Bevor ein Pro- dukt mit neuem Material in die Serie geht, sind entsprechende Prüfungen fällig, deren Anforderungen steigen: Immer mehr Abnehmer, etwa Auto- mobilhersteller, verlangen Nachweise nach eigenen Werksnormen. In der Verpackungsbranche schreiben ge- setzliche Rezyklatquoten zunehmend Auf der Fakuma zeigt Meraxis sein erweitertes Portfolio erstmals vor in- ternationalem Publikum auf einer Fachmesse. Seit Anfang des Jahres fertigt der weltweit tätige Distributor eigene Compounds und bietet Mate- rialprüfungen an: Meraxis hat das Compoundier-Werk der REHAU Gruppe in Velen (Nordrhein-Westfa- len) sowie die akkreditierten Prüfla- bore im oberfränkischen Rehau übernommen. Mit diesen Erweiterun- gen und dem seit Jahren ausgebauten digitalen Angebot deckt Meraxis neben der Materialbeschaffung auch Rezepturentwicklung, normgerechte Prüfungen und Compoundierung ab. Wenn Kunststoffverarbeiter ein Ma- terial für eine neue Anwendung su- chen, benötigen sie häufig individuell entwickelte Lösungen. Zunächst wird an der Rezeptur gearbeitet, anschlie- ßend entstehen Muster, die in Ver- suchsreihen geprüft und dokumen- tiert werden. An diesen Schritten sind in der Regel mehrere Dienstleister be- teiligt. Compounds aus eigener Fertigung : Kundenindividuelle Compounds fer- tigt Meraxis seit Januar 2026 in sei- nem eigenen Werk. Die Anlage mit einer Jahreskapazität von 50.000 Ton- nen produziert für Kunststoffverar- Dominic Tilgner, Director Advanced Materials and Applications: „Wir bringen Rohstoffkompetenz, Materialentwicklung, Compoundierung sowie akkreditierte Material- und Bauteilprüfung zusammen und verkürzen so den Weg von der Idee zum fertigen Produkt. Welche unserer Kompetenzen Verarbeiter nutzen, entscheiden sie selbst. Wer mehrere Schritte bei Meraxis bündelt, koordiniert weniger Ansprechpartner und spart mit jeder Schnittstelle Zeit und Kosten.“ (Bild: Meraxis) die Umstellung auf recycelte Werk- stoffe vor. Da deren Materialdaten stärker schwanken, steigt auch hier der Nachweisaufwand. Der Laborver- bund von Meraxis bietet mehr als 500 Prüfverfahren an, darunter 64 akkre- ditierte Methoden nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018. Auf 1.250 m 2 La- borfläche reicht das Spektrum von chemischer Analytik über physika- lisch-mechanische Prüfungen und Be- witterungs- sowie Klimaprüfungen bis zu Mikroskopie und Oberflächencha- rakterisierung. Qualifizieren lassen sich Kunststoffe, Compounds, Kom- posite, Rezyklate und beschichtete Bauteile. Digitale Werkzeuge entlang der Wertschöpfungskette : Auf der Fakuma ist neben dem Meraxis-Team auch das Deep-Tech-Unternehmen Poly- merize am Stand vertreten: Über die- ses erhalten Meraxis-Kund*innen und Partner*innen Zugang zu einer Mate- rialinformatik-Plattform. Die KI-ge- stützte Lösung wertet Versuchs- und Produktionsdaten aus, erkennt Zu- sammenhänge zwischen Formulie- rungen und Eigenschaften und schlägt Rezepturen sowie Prozesspa- rameter vor. Mit der Software können Rezepturen schneller entwickelt und Entwicklungskosten eingespart wer- den. Der Ressourcenaufwand sinkt und Produkte erreichen die Markt- reife schneller. Sein digitales Angebot baut Meraxis seit Jahren aus. Das eigene Kunden- portal bündelt zum Beispiel Bestell- und Lieferinformationen, liefert CO 2 - Footprint-Reports für Materialien und Transporte und schlägt CO 2 -ärmere Rezyklat-Alternativen vor. Mit „Track & Trace“ lassen sich Lieferungen zudem jederzeit in Echtzeit verfolgen, um die Supply Chain transparent zu halten. Prüfleistungen, Compounds und digitale Tools Extrusion 7/2026 50 Fakuma Preview

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