Extrusion 7-2026
Extrusion 7/2026 45 Fakuma Preview RD1004C: Rotationsdüse zur umweltfreundlichen Beschichtung breiter Kunststoffober- flächen und -profile für eine verbesserte Adhäsion beim Verkleben (Bilder, Copyright: Plasmatreat GmbH) AURORA-Plasma für die Oberflächenbehandlung medizinischer Produkte im Niederdruckverfahren kontrollierte, reproduzierbare Ergeb- nisse ausgelegt. Im Fokus steht nicht die Technologie allein, sondern die konkrete Aufgabe des Kunden und die passende Lösung für die jeweilige Anwendung. Fakuma-Highlights – Openair- Plasma und AURORA-Plasma : Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist die Openair-Plasma Technologie für die automatisierte Inline-Behandlung von Oberflächen direkt im Produkti- onsprozess. Gezeigt werden Plas- maaktivierung zur Verbesserung der Haftungseigenschaften sowie der neue Plasmadüse RD1004C. Mit die- ser Rotationsdüse lassen sich Be- schichtungen als umweltfreundliche Haftvermittler auf breiten Kunststoff- oberflächen oder -profilen, zum Bei- spiel Fensterprofile, aufbringen – für bessere Adhäsion beim Verkleben. Mit einem umfassenden Portfolio aus verschiedenen Düsenköpfen, Plasma- düsen, Generatoren und weiterem Systemzubehör ist das Atmosphären- druckplasma-Portfolio von Plasma- treat breit aufgestellt, um wirtschaftli- che Anforderungen und unter- schiedliche industrielle Anwendungen passgenau zu adressieren – von ein- fachen Vorbehandlungsaufgaben bis zur anspruchsvollen, vollautomati- sierten 24/7-Serienproduktion. Darüber hinaus präsentiert Plasma- treat erstmals auf der Fakuma eine Anlage aus dem neuen AURORA- Plasma Produktportfolio. Das System arbeitet unter Niederdruckbedingun- gen mit 2,45-GHz-Mikrowellenanre- gung im Vakuum-Prozessraum und ermöglicht die Oberflächenmodifika- tion auch bei komplexen 3D-Geome- trien. Damit eignet es sich ins- besondere für Anwendungen in der Medizintechnik, im Leichtbau und in der Elektronik. Durch den Einsatz un- terschiedlicher Prozessgase und Gas- kombinationen lassen sich Reini- gungs-, Plasmaätz- und Aktivierungs- prozesse gezielt auf Material, Bauteil- geometrie und Anwendung abstim- men. Ein Beispiel ist die gezielte Behand- lung im Batch-Prozess von Produkten aus Hochleistungspolymeren wie PEEK, PTFE, FEP oder PEBA. Durch die Erhöhung der Oberflächenenergie können Beschichtungen, Klebstoffe und Schmierstoffsysteme besser haf- ten, ohne empfindliche Bauteilgeo- metrien thermisch oder mechanisch zu belasten. Für Plasmatreat zählt nicht nur die passende Plasmatechnologie für die jeweilige Anwendung, sondern auch die zuverlässige Kontrolle des Prozes- ses. Dafür hat das Unternehmen die PCU (Plasma Control Unit) entwickelt. Sie überwacht und regelt zentrale Pro- zessparameter und macht Abwei- chungen im Plasma-Prozess frühzeitig erkennbar. So lassen sich reprodu- zierbare Behandlungsergebnisse so- wohl bei Openair-Plasma als auch bei AURORA-Plasma absichern. Anwen- der erhalten dadurch mehr Transpa- renz im laufenden Prozess und eine bessere Grundlage für stabile, doku- mentierbare Produktionsabläufe. Plasma live erleben und eigene Bau- teile testen : Ein weiteres Highlight am
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTI=