Extrusion 6-2026
Extrusion 6/2026 Recycling 49 ► Lindner-Recyclingtech GmbH www.solids-recycling-technik.de Beschaffungsbasis und macht das Un- ternehmen unabhängiger von der Verfügbarkeit einzelner Lieferquellen. Die gelieferte Linie bildet den ge- samten Prozess durchgängig ab, von der Zerkleinerung über Waschen und Trocknen bis zur Extrusion. Der sta- tionäre Einwellen-Schredder Micro- mat 2000 sorgt für gleichmäßig zerkleinertes Material und damit für die stabile Grundlage aller nachgela- gerten Schritte. Alle Komponenten stammen aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt: ein An- sprechpartner, keine Schnittstellen- verluste, schnellere Inbetriebnahme. „Die maßgeschneiderte Anlage hat unsere Wiederaufbauphase entschei- dend beschleunigt und schafft gleich- zeitig eine solide Basis für unsere weitere Entwicklung. Die enge Koope- ration mit Lindner Washtech zeigt, was möglich ist, wenn Partnerschaft über das Tagesgeschäft hinausgeht“, so Ardit und Arian Shabani, Ge- schäftsführer von Plastika Sh.p.k. „Wir sehen in diesem Projekt nicht nur die Installation einer neuen Waschlinie. Es ist vielmehr ein Be- kenntnis, unserem Partner in einem schwierigen Moment zur Seite zu ste- hen“, sagt Tomas Kepka, Sales Mana- ger bei Lindner Washtech. „Plastika ist der erste Recycler in dieser Region und hat sich über Jahrzehnte etwas aufgebaut. Dass dieser Betrieb wei- terläuft, ist mehr als eine Firmenge- schichte – und genau dafür stehen wir als Familienunternehmen.“ *Quelle: Kosovo Investment and Enterprise support Agency (KIESA), Meldung zum Brand im Industriepark Drenas, kiesa.rks-gov.net das eine Herausforderung, sagt Man- fred Hackl, CEO der EREMA Gruppe: „Wir haben in Europa eine Kosten- struktur aufgebaut, die Industriebe- triebe im internationalen Wettbewerb zunehmend benachteiligt.“ Auch die EREMA Gruppe bekam die Marktentwicklung zu spüren. Im letz- ten Geschäftsjahr, das Ende März en- dete, erzielte der Recyclingspezialist einen Umsatz von 235 Mio. Euro – ein Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Viele Kunden verschie- Trotz herausfordernder Marktbe- dingungen entwickelt die EREMA Gruppe ihre Recyclingtechnologien konsequent weiter und bekennt sich zum Standort Österreich. Seit 1983 hat die Gruppe rund 9.200 Anlagen und Komponenten verkauft, mit denen weltweit jährlich über 26 Mil- lionen Tonnen Kunststoffabfälle recy- celt werden können. Mit einem profitablen Jahresergeb- nis trotzte die EREMA Gruppe im Ge- schäftsjahr 2025/26 dem schwierigen Marktumfeld. Um den Anteil an Rezy- klaten in Kunststoffprodukten zu er- höhen, investiert das Familienunter- nehmen weiterhin in Forschung und Entwicklung. Angesichts des weltweit stark steigenden Kunststoffbedarfs er- wartet die Unternehmensführung langfristig eine deutlich wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen Recy- clingtechnologien. Auch als Sekundär- rohstoff gewinnt recycelter Kunst- stoff global zunehmend an Bedeutung. Profitabel trotz Umsatzrückgang : Der Kunststoffrecyclingmarkt steht das dritte Jahr in Folge unter erheblichem Druck. Hohe Energiekosten, schwache Nachfrage nach Rezyklaten und der in- tensive internationale Wettbewerb be- lasten die Branche. Insbesondere für in Europa ansässige Unternehmen sei Kunststoffrecycling bleibt langfristig ein Wachstumsmarkt Manfred Hackl (CEO) (rechts) und Horst Wolfsgruber (CFO) führen die EREMA Gruppe durch ein herausforderndes Marktumfeld. Trotz rückläufiger Investitionen in der Kunststoffrecyclingbranche schloss das Familienunternehmen das Geschäftsjahr 2025/26 profitabel ab (Bilder: EREMA Group) ben ihre Investitionen. Das spüren wir unmittelbar“, so Horst Wolfsgruber, CFO der EREMA Gruppe. „Mich erfüllt es mit Stolz und Dankbarkeit, dass die EREMA Gruppe in diesem anspruchs- vollen Marktumfeld das vergangene Geschäftsjahr profitabel abschließen konnte. Das verdanken wir unserer Struktur als stabiles Familienunter- nehmen, einer hohen Kostendisziplin und unseren engagierten Mitarbeite- rinnen und Mitarbeitern.“
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