Extrusion 6-2022

Gemeinsam einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, von links: Samo Šketa (Vertriebsagentur Isi), Konstantin Klein (Area Sales Manager Hosokawa Alpine) und Stane Gorenc (Geschäftsführer Plasta) 42 Blasfolienextrusion – Anwenderbericht Extrusion 6/2022 Extruder und Blasköpfe von Hosokawa Alpine sind ideal für die Verar- beitung von recycelten Kunststoffen geeignet. Der slowenische Kunde Plasta setzt für seine Verarbeitung von Ver- packungsmaterialien auf Anlagen aus Augsburg – und leistet mit seinen hochwertigen recycelten Folien einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Blasfolien aus Recyclingmaterial für eine gelungene Kreislaufwirtschaft U nseren Planeten als gesunden und lebenswerten Ort zu er- halten ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch in der Kunststoffbranche sind Ressourceneinsatz und Nachhaltigkeit intensiv im Diskurs. Kreislaufwirtschaft ist eine vielversprechende Option auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, da sie die technisch längst mögliche Nutzung von Verpackun- gen und Rohstoffen anstrebt. Praktisch heißt das, Abfälle durch Wiederverwendung bestehender Produkte zu vermeiden. Ist das nicht möglich, werden sie in ihre Grundbestandteile zerlegt und diese wiederverwertet. Das Unternehmen Plasta in Sentrupert ist einer der führenden Hersteller von Blasfolien und Verpa- ckungen aus recyceltem Polyethylen in Südeuropa. In seinem Maschinenpark kommen auch fünf Anlagen von Hosokawa Al- pine zum Einsatz. „Plasta geht das Thema Kreislaufwirtschaft aktiv an und zeigt, wie die Zukunft in diesem Bereich aussehen kann. Wir freuen uns, dass unsere Anlagen hierzu einen wert- vollen Beitrag leisten können“, sagt Konstantin Klein, Sales Ma- nager bei Hosokawa Alpine. Ein zweites Leben für Post Consumer Material Um den Produktionszyklus lokal durchzuführen und die Um- weltbelastung zu minimieren, koordiniert bei Plasta eine eigene Logistik- und Handelsabteilung die Lieferketten. Die Rohstoff- basis für die Produktion sind Polyethylenfolienabfälle. Mehr als 6.500 Tonnen verarbeitet Plasta im Jahr: Täglich kommen circa 65 Tonnen sogenannter Post Consumer Waste aus einem Um- kreis von 1500 Kilometern im Unternehmen an. Darunter sind Haushaltsabfälle, Industrieverpackungen oder Getränkeflaschen. Obwohl verunreinigt und unsortiert, ist der Kunststoffabfall kein Müll, sondern für Plasta eine wertvolle Ressource: „Die Technik für die sortenreine Trennung von verschiedenen Kunststoffen schreitet immer mehr voran, wodurch ein zunehmend größerer Anteil wiederverwertet werden kann. Bei uns erfolgt zunächst eine Reinigung. Im Anschluss werden die sauberen Abfälle zer- kleinert und zu Kunststoffgranulat verarbeitet, das die Aus- gangsbasis für die weitere Produktion ist“, erklärt Stane Gorenc, Geschäftsführer bei Plasta.

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