Extrusion 4-2026
Extrusion 4/2026 Recycling 44 rücken näher: Spätestens ab 2030 sol- len diese Quoten erfüllt werden. Ein Großteil der bestehenden Anla- gen ist jedoch nicht für höhere Rezy- klatanteile – insbesondere aus Post- Consumer-Strömen – ausgelegt. Mit steigender Nachfrage gehen zudem häufig größere Schwankungen in der Materialqualität einher. Ein Retrofit bestehender Anlagen für den Einsatz größerer Rezyklatmengen ist dabei in vielen Fällen weniger auf- wendig als erwartet. Der deutsche Ma- schinen- und Anlagenbauer Gneuss setzt hier gezielt an und bietet Lösun- gen, mit denen vorhandene Linien er- weitert werden können, um sowohl Nach einer Phase vergleichsweise niedriger Preise hat sich die Situation bei Kunststoff-Neuware deutlich ver- ändert. Insbesondere durch geopoliti- sche Spannungen steigen die Notie- rungen kontinuierlich – mit direkten Auswirkungen auf die Materialkosten für Verarbeiter. Für viele Unternehmen gerät damit eine bislang stabile Kalkulationsbasis spürbar unter Druck. Gleichzeitig rü- cken Rezyklate wieder stärker in den Fokus – als wirtschaftliche Materialal- ternative und im Hinblick auf regula- torische Anforderungen. Die ver- bindlichen Mindestrezyklatanteile im Rahmen der EU-Verpackungsrichtlinie Retrofit für Recycling bei steigenden Neuwarepreisen Neuware als auch Rezyklate prozess- sicher zu verarbeiten – ohne kostenin- tensive Neuinvestitionen. Retrofitkonzepte von Gneuss : We- sentlicher Bestandteil der Retrofit- konzepte von Gneuss sind Extrusion und Filtration. Durch die gezielte Op- timierung dieser beiden Prozess- schritte wird ein Super-Clean- Recy- clingprozess ermöglicht, der auch beim Einsatz größerer Mengen ver- schmutzter Rezyklate zu hochqualita- tiven Polymerschmelzen führt – in vielen Anwendungen auf dem Niveau von Neuware und damit geeignet für anspruchsvolle Einsatzbereiche wie den Lebensmittelkontakt. Die Extrusionslösung basiert auf einer speziell ausgelegten Schnecken- technologie, die neben Aufschmel- zung und Homogenisierung insbe- sondere die Entgasung und Dekonta- mination der Schmelze unterstützt. Dadurch lassen sich auch Materialien mit erhöhtem Feuchtegehalt, flüchti- gen Bestandteilen oder geringer Schüttdichte prozesssicher verarbei- ten. Die Filtration auf Basis der Rotary- Technologie sorgt für eine kontinuier- liche und prozessstabile Entfernung von Verunreinigungen. Der vollauto- matische Betrieb ermöglicht den Ein- satz auch bei schwankenden Material- qualitäten und höheren Rezyklatan- teilen ohne Unterbrechung des Pro- duktionsprozesses. OMNI-Recyclinganlage zur Verarbeitung von bis zu 100 Prozent Post-Consumer-Material – Kombination aus Aufbereitung, Entgasung und Filtration Funktionsprinzip des prozesskonstanten und selbstreinigenden Rotary Filtriersystems RSF genius
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