Extrusion 4-2026
Extrusion 4/2026 kompakt 39 ► ZwickRoell GmbH & Co. KG, www.zwickroell.com Mechanische Haftungsprüfung an einem Verbundaufbau auf einer Universalprüfma- schine von ZwickRoell zur Bewertung der Verbindung zwischen Materialschichten im Ski-Bau (Bildquelle: ZwickRoell GmbH & Co. KG) Im Labor kommt dafür eine Univer- salprüfmaschine vom Typ Z020 All- roundLine von ZwickRoell zum Einsatz. Mit ihr werden Trommel- schälversuche zur Bewertung der Haftfestigkeit zwischen Material- schichten durchgeführt. Ergänzend erfolgen Zug- und Druckprüfungen an Komponenten und Verbundaufbau- ten. Um die Stabilität kritischer Verbin- dungsstellen sowie die Bindungssta- bilität im Gesamtsystem zu bewerten, werden darüber hinaus Ausreißprü- fungen eingesetzt. Die Prüfmethoden liefern quantitative Kennwerte, mit denen sich unterschiedliche Material- kombinationen, Klebevliestypen und Aufbauten direkt vergleichen lassen. Neben den Material- und Verbund- prüfungen untersucht Stöckli auch das mechanische Verhalten komplet- ter Skier. Hierzu werden 3-Punkt-Bie- geversuche eingesetzt, mit denen die Biegefestigkeit und das Zusammen- spiel aller Schichten im fertigen Pro- dukt bewertet werden. Die gewonnenen Ergebnisse fließen unmittelbar in die Ski-Entwicklung ein. So werden unter anderem die Halt- barkeit verschiedener Klebevliestypen bei Raumtemperatur untersucht und deren Versagensverhalten systema- tisch analysiert. Die Materialprüfung ist damit fester Bestandteil des Ent- wicklungsprozesses und nicht nur ein Instrument der Qualitätssicherung. Die strukturierte Inhouse-Prüfung ermöglicht es, Abweichungen in Haf- tung, Festigkeit oder Stabilität früh- zeitig zu erkennen und vor der Serienfertigung zu bewerten. Gleich- zeitig verkürzen sich Entwicklungszei- ten, da relevante Prüfungen jederzeit verfügbar sind und Prüfserien effi- zient durchgeführt und ausgewertet werden können. „Dank der umfassenden Prüfmög- lichkeiten im eigenen Labor stellen wir sicher, dass jeder Stöckli Ski den höch- sten Ansprüchen genügt. Und das so- wohl für unsere Athletinnen und Athleten als auch für Freizeitfahrer.“ Durch die Kombination aus quanti- tativer Materialprüfung, reproduzier- baren Prüfbedingungen und direkter Integration in die Entwicklung sichert Stöckli definierte Qualitätsstandards über alle Skimodelle hinweg. (Bild: KGL S.A.) Materialeinsparungen bei Kunststoffverpackungen hinzu kommen ambitionierte Vorga- ben für den Einsatz von Rezyklaten. Für diese Herausforderungen bietet Promix Solutions eine wirtschaftlich wie ökologisch überzeugende Ant- wort: die Microcell Technologie. Sie re- duziert das Verpackungsgewicht typischerweise um rund 20 Prozent, erhält die mechanischen Eigenschaf- ten vollständig und ermöglicht zu- gleich echte Kreislauffähigkeit. Leichtere Verpackungen – gleiche Performance – spürbarer Kostenvor- teil : Bei der Microcell Technologie wer- den umweltneutrale Gase wie CO 2 oder N 2 in den Kunststoff eingearbei- tet. Dadurch entsteht eine feinporige, mikrozelluläre Schaumstruktur. Ent- scheidend sind Zellgröße und Zellver- teilung: Eine sehr feine und homo- gene Struktur sorgt dafür, dass Be- cher oder Schalen auch nach dem Tiefziehen die gleiche Stabilität errei- chen wie konventionell hergestellte Verpackungen – trotz signifikant re- duzierter Dichte. Kunststoffe sind aus der Verpak- kungsindustrie nicht wegzudenken: Sie schützen Produkte zuverlässig, haben häufig einen geringeren CO 2 Fußabdruck als alternative Materia- lien und lassen sich effizient verarbei- ten. Gleichzeitig wächst der Druck auf Hersteller, Ressourcen zu schonen und den Rohstoffeinsatz weiter zu re- duzieren – ohne Einbußen bei Stabili- tät, Funktionalität oder Recycling- fähigkeit. Mit der Einführung der EU PPWR dürfen ab 2030 nur noch Ver- packungen in Verkehr gebracht wer- den, die vollständig recycelbar sind;
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