Extrusion 3-2026
► UNTHA shredding technology GmbH www.untha.com/de gebnisqualität ausgelegt und das bei gleichzeitig besonders attraktiven OPEX“, erläutert Stefan Scheiflinger- Ehrenwerth. RS40 − 4-Wellen-Zerkleinerer für in- dustrielles Recycling : Die 4-Wellen- Technologie wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren von UNTHA Grün- der Anton Unterwurzacher erfunden. Über Jahrzehnte hinweg wurde diese Technologie beständig weiterentwi- ckelt. Zerkleinerer der UNTHA RS- Klasse eignen sich aufgrund ihrer robusten Bauweise und ihres speziel- len Schneidwerks besonders für viel- fältige Einsatzgebiete im industriellen Recycling. Systemlösungen − Ein System, viele Materialströme : Zerkleinerer von UNTHA können als eigenständige Ma- schinen genutzt oder in Systemlösun- gen eingebunden werden. Dabei werden Kund:innen von UNTHA um- fassend unterstützt: Das Team küm- mert sich um Engineering, Planung, Konstruktion, Herstellung, Transport und Installation einer schlüsselferti- gen Gesamtlösung. After-Sales-Service & MyUNTHA : Mit dem Kauf eines UNTHA Zerkleinerers beginnt eine langfristige Partner- schaft. Darum betreut das UNTHA Service Competence Center Kund: innen umfassend: mit zuverlässiger Beratung, Serviceleistungen und UNTHA Original Ersatzteilen. Darüber hinaus gibt es die Kundenplattform MyUNTHA, die neben Features für Predictive Maintenance, Prozessüber- wachung und -optimierung in Echtzeit auch einen Online-Shop sowie War- tungsanleitungen und vieles mehr bietet. Live-Vorführungen: XR & Power Core : Im Rahmen der VDMA-Praxistage auf dem IFAT-Außengelände wird ein UNTHA XR3000RC im Einsatz sein. An- getrieben wird er vom UNTHA Power Core – einem autarken Stromaggre- gat, das den Betrieb des Zerkleinerers effizient regelt. ► SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Dominik Uhl, d.uhl@skz.de ausragenden Eigenschaften entschei- dend für Anwendungen in Schlüssel- branchen, wie der Medizin und Energietechnik sowie der Automobil- und Elektroindustrie. Silicone weisen eine hohe Biokompatibilität, Tempe- raturbeständigkeit, chemische Be- ständigkeit und Witterungsresistenz auf. Das Kunststoff-Zentrum SKZ forscht gemeinsam mit Partnern aus der Industrie an einer Lösung zum Re- cycling dieser Stoffgruppe. Bei Siliconen handelt es sich um vernetzte Materialien. Diese chemi- sche Vernetzung ist der Grund für die hohe Beständigkeit und viele der po- sitiven Eigenschaften, macht das Re- cycling des Werkstoffes andererseits aber auch besonders anspruchsvoll. „Wichtig ist uns in diesem Projekt außerdem, ein kontinuierliches Ver- fahren zu entwickeln, welches auch in industriellen Mengen wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist“, erklärt Domi- nik Uhl, Scientist im Bereich Vernetzte Materialien am SKZ. Das Ziel des neuen Forschungsvor- habens ist die Entwicklung eines kon- tinuierlichen Depolymerisationsver- fahrens im Planetwalzenextruder zum Recycling von Siliconabfällen. Ein sol- ches Verfahren existiert im techni- Das Kunststoff-Zentrum SKZ ent- wickelt gemeinsam mit Industriepart- nern einen kontinuierlichen Prozess zum Recycling von Siliconelastomer- Abfällen. Dabei werden die Silicone im Planetwalzenextruder zu Monomeren depolymerisiert, aus denen neue Sili- cone synthetisiert werden können. Damit kann der energieintensive Pro- zess zur Herstellung von Neuware- Monomeren vermieden und die Nachhaltigkeit gesteigert werden. Mit der Ausrufung des European Green Deal im Jahr 2019 verfolgt die Europäische Union das Ziel, bis zum Jahr 2050 als erster Kontinent klima- neutral zu werden. Ein zentraler Schlüsselbereich für die Erreichung der Ziele des Green Deals im Bereich des Umweltschutzes ist der Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Eine gewich- tige Rolle spielen hierbei Ressourcen- einsparungen durch Recycling. Die Herstellung von Siliconen ist energieintensiv. Außerdem entsteht dabei chemisch unvermeidbares CO 2 . Die Herstellung von metallurgischem Silicium, welche für die Synthese der Silicon-Monomere benötigt wird, ist für 66 Prozent der entstehenden Treibhausgase verantwortlich. Gleich- zeitig sind Silicone aufgrund ihrer her- Kontinuierliches Recycling von Siliconelastomeren durch Depolymerisation schen Maßstab bisher noch nicht und soll am SKZ erstmals labortechnisch umgesetzt werden. Auf diese Weise können direkt verarbeitbare Mono- mere zurückgewonnen werden, die zur Synthese neuer Silicone verwen- det werden. Damit würde weniger Neuware benötigt werden. Die Ent- wicklung des Verfahrens stellt den er- sten Schritt hin zu umfangreichen Energieeinsparungen bei der Herstel- lung von Siliconen sowie der Etablie- rung einer Kreislaufwirtschaft auch für diese Materialklasse dar. Der Startschuss für das zukunfts- weisende Forschungsprojekt zum Sili- conrecycling ist gefallen: Gemeinsam mit den Industriepartnern ENTEX Rust & Mitschke GmbH, Mercodor GmbH Sondermaschinenbau KG und Wacker Chemie AG entwickelt das SKZ einen kontinuierlichen Recyclingprozess für Siliconelastomere durch Depolymeri- sation im Planetwalzenextruder. Die- ses Projekt wird vom 1. August 2025 bis 31. Juli 2028 durch das 8. Energie- forschungsprogramm der Bundesre- gierung gefördert. Recycling Extrusion 3/2026 49
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