Extrusion 2-2026

Extrusion 2/2026 Recycling 51 ► re-strap GmbH www.re-strap.de Umreifungsbandhersteller als lang- fristigen Partner. Die Vereinbarung si- chert unseren Absatz ab und ermöglicht es uns, der hohen Nach- frage aus Industrie und Gewerbe nach einer nachhaltigen Entsorgung und Verwertung ihrer Umreifungsbandab- fälle zu folgen – mit dem Rückenwind eines gesicherten Abnehmers“, so Schäfer. In Deutschland sammeln bereits heute viele Unternehmen ihre ge- brauchten Umreifungsbänder über das re-strap-System. Die neue Verein- barung schafft Planungssicherheit, um weitere Anfallstellen anzuschlie- ßen und zusätzliche Mengen aus dem Markt einer hochwertigen Verwertung zuzuführen – statt energetischer Ver- wertung oder Downcycling. Für die teilnehmenden Unterneh- men bedeutet das: • ein einfacher, pragmatischer Sam- melweg für einen anspruchsvollen, aber wertvollen Kunststoffstrom, • professionelles Recycling zu einem hochwertigen Rohstoff, • echte Kreislaufwirtschaft – statt Greenwashing. Die Rückführung der gebrauchten Bänder erfolt über das re-strap Sam- mel- und Rücknahmesystem. Unter- nehmen können ihre Umreifungs- bandabfälle mit der Technik von re- strap vorgehackt erfassen und zur Ab- holung bereitstellen. Durch die re-strap, Europas erstes Sammel- und Rücknahmesystem speziell für Kunststoff-Umreifungsbänder, und Teufelberger Strapping Solutions haben eine langfristige Vereinbarung geschlossen. Damit wird ein hochwer- tiger Stoffstrom aus dem deutschen Markt verlässlich zurück in die Pro- duktion geführt: Aus gebrauchten Umreifungsbändern wird wieder ein hochwertiges Umreifungsband – transparent, nachvollziehbar und in- dustriell skalierbar. Die europäische Kreislaufwirtschaft steht vor einem Widerspruch: Mittel- fristig steigt der Bedarf an Post-Consu- mer-Recyclaten durch regulatori- sche Vorgaben und Nachhaltigkeits- ziele deutlich an – gleichzeitig erleben viele Recycler aktuell einen massiven Marktdruck. Günstige Neuware und Importe, eine schwache Nachfrage sei- tens der Industrie sowie Unsicherheit über Qualitäts- und Nachweisstan- dards drücken die Preise. Das bremst Investitionen, gefährdet Kapazitäten – und konterkariert den Aufbau der drin- gend benötigten Recyclinginfrastruk- tur. „Wir sehen derzeit zwei Realitäten gleichzeitig: Für 2030 wird eine erheb- liche Recyclat-Unterdeckung progno- stiziert – aber heute ist der Recyclat- Absatz für viele europäische Recycler wirtschaftlich extrem herausfor- dernd“, sagt Matthias Schäfer, Grün- der und Geschäftsführer von re-strap. „Genau deshalb sind langfristige, ver- lässliche Liefer- und Abnahmebezie- hungen jetzt entscheidend: Sie stabilisieren die Wertschöpfung und schaffen die Basis, hochwertige Sam- melsysteme auszubauen.“ re-strap hat in der Vergangenheit den Absatz der aufbereiteten Mate- rialien bereits in mehreren Anwen- dungen aufgebaut – unter anderem in Spritzguss, Compounding und 3D- Druck. Mit Teufelberger kommt nun ein zentraler Anwendungsfall hinzu: die Rückführung des Materials in die Umreifungsbandindustrie. „Mit Teufelberger gewinnen wir einen der führenden europäischen Kreislauf für Umreifungsbänder schließen – Signal in der Recyclat-Krise Partnerschaft mit Teufelberger wird daraus wieder ein hochwertiges Um- reifungsband – so sieht funktionie- rende Kreislaufwirtschaft aus. Re-strap sieht die Kooperation als Baustein einer größeren Aufgabe: Europa braucht in den nächsten Jah- ren zusätzliche Sammel- und Recy- clingkapazitäten, belastbare Nachfra- ge und klare Qualitäts- und Nach- weisstandards. Langfristige Koopera- tionen zwischen allen Beteiligten sind dabei ein zentraler Hebel, um Investi- tionen abzusichern und Skalierung zu ermöglichen. „Kreislaufwirtschaft entsteht nicht durch Absichtserklärungen, sondern durch funktionierende Prozesse und stabile Märkte. Diese Vereinbarung ist ein Schritt in genau diese Richtung“, so Schäfer.

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