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Die ausgezeichnete Innovation ED1

von Derichs geht erfolgreich in Serie

Nicht auf den Lorbeeren der Vergangen-

heit ausruhen, sondern neugierig und

innovativ bleiben. Das ist sicherlich unter

anderem auch ein Motto, nachdem die

Geschäftsführerinnen der Derichs GmbH

handeln.

Im März 2017 gewann Derichs für das, in

Zusammenarbeit mit der ZHAW Winter-

thur in der Schweiz entwickelte, drahtloses

Messsystem ED1 den Jubiläums-Award in

der Kategorie „Industrie 4.0“ auf der

Messe ICE in München.

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Peripherie, Industrie 4.0

Extrusion 2/2017

Prototyp an einer Test-Walze

Ergebnisse aus einer Logdatei

„Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Prototyp fertiggestellt,

und bei ersten, ausgewählten Kunden bereits im Testeinsatz“,

so Maria Barthels von Derichs. Im Sommer waren dann die

ersten Tests abgeschlossen und es wurde ein erstes Resümee

erstellt. „Motiviert von dem Gewinn des Awards und dem

großen Interesse an unserem Messsystem auf und nach der

Messe, waren wir sehr neugierig auf die ersten Auswertungen.

Und die ersten Ergebnisse haben unsere Erwartungen sogar

noch übertroffen. Spannend für uns: jeder Testkunde war von

dem Gerät so begeistert, dass für weitere Walzen bereits die

Serienvariante oder, um die Messmöglichkeit SOFORT zu

haben, weitere Prototypen geordert wurden. Aber was haben

die Tests ergeben? Das ED1 misst die Temperatur direkt im

inneren der Walze im Ein- und Auslauf und stellt die gemesse-

nen Daten auch sofort in Echtzeit zur Verfügung und gegenein-

ander dar. Somit kann auf einen Blick erkannt werden ob die

Walze ihr gewünschtes Temperaturprofil hält. Interessanter

Weise kann man Abweichungen zum am HKA eingestellten

Temperaturbereich sofort sehen, und über das Aufzeichnen der

Daten auch sehr gut Schwankungen erkennen. Diese Schwan-

kungen ließen sich teilweise auf äußere Umgebungsparameter,

teilweise aber auch auf zum Beispiel Pumpenschwankungen

zurückführen. Die Messdaten die das ED1 liefert sind extrem

genau und erlauben eine wesentlich detailliertere Kontrolle der

Prozesstemperatur als mit Messungen außerhalb der Walze.

Das ermöglicht dem Operator natürlich noch individueller und

direkter auf den Prozess einzuwirken, was von allen Test-

Kunden bestätigt wurde. Durch die Datenübertragung in Real-

zeit sind wir mit der Überwachung noch näher am Prozess, bei

Auftreten von Problemen können wir auch hier auf Daten

zurückgreifen, welche uns wichtige Informationen zum

Zustand der aktuellen Kühlung oder des Zustands der Walzen