Extrusion 1-2026
Extrusion 1/2026 Recycling 61 ► SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Theresa Forster, t.forster@skz.de, www.skz.de sollen unmittelbar als Rohstoffe in der Kunststoffverarbeitung Anwendung finden. „Wir wollen eine nachhaltige Alternative schaffen, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch neue Wertschöpfungsketten eröff- net“, erklärt Dr. Hatice Malatyali, Pro- jektleiterin am SKZ. Materialtrennung und industrielle Umsetzung : Im Labor werden zu- nächst geeignete Syntheserouten ent- wickelt, die anschließend in den kontinuierlichen Prozess übertragen werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der effizienten Trennung von Mischfasern wie Baumwolle und PET. Aus den ge- wonnenen Cellulosefasern soll Cellu- loseacetat hergestellt werden, während die abgebauten PET-Fraktio- nen zu rPET repolymerisiert werden. „Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Textilabfällen und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft“, betont Prof. Dr. Andreas Hartwig vom Fraunhofer- Institut für Fertigungstechnik und An- gewandte Materialforschung IFAM. Das Forschungsprojekt „CloseT“ (Az. 9D867) wird vom 01.11.2025 bis zum 31.10.2029 durch die VolkswagenStif- tung über die Förderinitiative “Zirku- larität mit recycelten und biogenen Rohstoffen“ gefördert. Die SKZ – KFE gGmbH und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Ange- wandte Materialforschung IFAM dan- ken der VolkswagenStiftung für die Unterstützung. ► Borealis Group www.borealisgroup.com Alp die nächste Phase der Entwicklung und Weiterentwicklung von Renasci leiten, während Borealis weiterhin Kundenlösungen auf der Basis che- misch recycelter Rohstoffe entwickelt. „Die direkte Unterstützung von Bo- realis kommt zu einem entscheiden- den Zeitpunkt für die chemische Recyclingindustrie, in der eine rasche Kapazitätserweiterung erforderlich ist, um die Ziele für den Recyclinganteil zu erreichen. Ihre Markterfahrung und Materialkompetenz werden unser Wachstum unterstützen und uns gut positionieren, um mehr Kunststoffab- fälle in hochwertige Kreislauf-Roh- stoffe umzuwandeln“, sagt Valentijn de Neve, CEO von BlueAlp. Borealis hat eine strategische Part- nerschaft mit BlueAlp bekannt gege- ben, einem führenden Unternehmen für chemische Recyclingtechnologie mit Sitz in Eindhoven, Niederlande. Im Rahmen der Partnerschaft wird Bo- realis seine Mehrheitsbeteiligung an Renasci, einem chemischen Recy- clingunternehmen mit Sitz in Ostende, Belgien, an BlueAlp übertra- gen und gleichzeitig einen Anteil von 10 Prozent an BlueAlp erwerben, um dessen zukünftiges Wachstum und Expansion zu unterstützen. Renasci hat die Technologie von BlueAlp lizenziert, um eine 20-kt-p.a.- Anlage zu errichten. Diese wurde in den letzten Jahren von BlueAlp ent- wickelt, gebaut und während des ge- samten Betriebs unterstützt. Der Übergang von der Unterstützung des Betriebs zum direkten Betrieb der An- lage ist ein logischer nächster Schritt in der Entwicklung von BlueAlp. Dies wird die technologische Innovation beschleunigen, eine robuste Platt- form für die Produktion hochwertiger kreislauffähiger Rohstoffe schaffen und das Lizenzangebot von BlueAlp weiter stärken. Seit dem Einstieg bei Renasci hat Bo- realis die Entwicklung des Unterneh- mens zu einer der wenigen in Betrieb befindlichen chemischen Recyclingan- lagen in Europa vorangetrieben. Im Rahmen der Vereinbarung wird Blue- Partnerschaft, um chemisches Recycling voranzutreiben Diese Zusammenarbeit hilft den Kund:innen und Partner:innen von Borealis und BlueAlp entlang der ge- samten Wertschöpfungskette, sich auf die bevorstehende EU-Verord- nung über Verpackungen und Ver- packungsabfälle (PPWR) im Jahr 2030 vorzubereiten. Diesewird dvoraus- sichtlich die Nachfrage nach recycel- ten Materialien für kontaktempfind- liche Anwendungen wie Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen, bei- spielsweise auf Basis chemisch recy- celter Rohstoffe, erhöhen. Renasci, Ostende, Belgien (Copyright: Renasci)
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