Extrusion 1-2026

Extrusion 1/2026 kompakt 51 keit des Systems steigert die Produk- tivität im Labor und senkt langfristig die Betriebskosten. Kliniknahe Prüfungen neu definiert Das horizontale Prüfsystem ist ► ZwickRoell GmbH & Co. KG www.zwickroell.com/de/branchen/medi- cal/pharma/katheter-und-stents/horizon- tale-pruefung-kathetersysteme/ ► SKZ – Das Kunststoff-Zentrum f.berthold@skz.de, www.skz.de einen niedrigeren Ressourcenver- brauch. Geothermie wird damit wirt- schaftlich attraktiver und gleichzeitig ökologisch nachhaltiger. „Mit dem Projekt schaffen wir die Grundlage für effizientere und kos- tengünstigere Geothermie-Anlagen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung und zur Errei- chung der Klimaziele in Deutschland“, so Berthold. Die geringere Bohrtiefe eröffnet zudem neue Einsatzmöglichkeiten in Regionen, die bislang aus geologi- schen Gründen als ungeeignet galten. Dies erleichtert einen breiteren Ein- satz der Geothermie und stärkt ihren Beitrag als verlässliche erneuerbare Energiequelle. Um eine sichere Anwendung zu ge- währleisten, werden die neuen Rohre von Beginn an toxikologisch bewertet. Langfristig könnten sie dadurch auch in weiteren Bereichen wie der Trink- wasserversorgung eingesetzt werden. Im Rahmen des Netzwerks „Nano- GeoTherm“ des Clusters der Nanoini- tiative Bayern GmbH arbeitet das SKZ zusammen mit den Projektpartnern Gerodur MPM Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG, der Friedrich-Alexan- der-Universität Erlangen-Nürnberg und der Laus GmbH in dem For- schungsvorhaben „EWS.MWCNT“ an der Entwicklung eines hocheffizienten Geothermie-Systems auf Basis von Kunststoffen, die mit Multi-Walled Carbon Nanotubes (MWCNT) für die Herstellung von PE100-RC-Rohren modifiziert werden und dadurch eine deutlich erhöhte Wärmeleitfähigkeit erreichen. Gleichzeitig sollen alle rele- vanten Normen und Sicherheitsan- forderungen eingehalten werden. Neben der Entwicklung eines geeig- neten Herstellungsverfahrens ent- steht ein vereinfachtes Testverfahren zur Bestimmung der Wärmeleitfähig- keit. Ergänzend erfolgen Untersu- chungen zur Umweltverträglichkeit und Ökotoxizität. „Wir wollen nicht nur die Effizienz steigern, sondern durch transparente Prüfmethoden auch die Akzeptanz neuer Materialien erhöhen. Das ist ein entscheidender Schritt für die Marktdurchdringung innovativer Geo- thermie-Technologien“, sagt Felix Berthold, Projektleiter am Kunststoff- Zentrum SKZ. Mit der Entwicklung kann die Bohr- tiefe sowie der insgesamt benötigte Materialeinsatz der Sonden um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Trotz höherer Materialkosten für die PE- CNT-Rohre sinken die Gesamtkosten durch geringere Bohrkosten und Entwicklung hocheffizienter Erdwärmesonden mit Nanotechnologie Das entwickelte Verfahren zur Toxizi- tätsbewertung lässt sich zudem auf andere Nanokomposite übertragen und erhöht so generell die Sicherheit moderner Nanomaterialien. Ergän- zend ermöglicht die gezielte Einstel- lung der thermischen Leitfähigkeit eine standort- und bedarfsgerechte Auslegung von Erdwärmesonden – ein weiterer Schritt hin zu effiziente- ren und nachhaltigen Geothermie- Systemen. Dieses Projekt wird im Zentralen Innovati- onsprogramm Mittelstand (ZIM) mit dem För- derkennzeichen 16KN102921 vom 1. Dezem- ber 2024 bis 31. Mai 2027 durch das Bun- desministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Im Forschungsprojekt „EWS.MWCNT“ werden PE-CNT-Rohre mit verbesserter Wärmeleitfähigkeit entwickelt (Foto: SKZ) mehr als eine Prüfmaschine – es ist ein strategisches Werkzeug für die Forschung und Entwicklung, Quali- tätssicherung, Innovationsförderung und Effizienzsteigerung. Es vereint technische Intelligenz, klinische Rele- vanz und wirtschaftliche Skalierbar- keit in einem kompakten System.

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