Extrusion 1-2026

Extrusion 1/2026 37 Füllstoffe verbessern die Gebrauchseigenschaften von Kautschukmischungen für Reifen, erschweren jedoch die Extrusion und begünstigen Oberflächenfehler, Extrudatschwellung und Prozessinstabilitäten. Dieses Forschungsvorhaben charakterisiert praxisnahe Reifen- mischungen rheologisch und verknüpft die rheologische Kenngrößen mit prozessrelevanten Größen der Extrusion, um festzustellen, ob sich die Extrudierbarkeit praxisnaher Reifen- mischungen auf Basis ihrer Rheologie zuverlässig vorhersagen lässt. Rheologiebasierte Bewertung der Extrudierbarkeit praxisnaher Reifenmischungen R eifen stellen eine der wichtigsten Kautschukanwen- dungen dar. Nach aktuellen Marktanalysen entfällt der größte Anteil des weltweiten Kautschukbedarfs, der sowohl Natur- als auch Synthesekautschuke umfasst, auf die Reifenproduktion. Im Jahr 2023 war das Segment Automobil-Reifen mit einem Anteil von über 34 Prozent das umsatzstärkste Segment im globalen Kautschukmarkt [URL23]. Dieser hohe Anteil verdeutlicht die zentrale Rolle der Reifenindustrie als Hauptabnehmer von Kautschuk- materialien und unterstreicht ihre technologische Relevanz innerhalb des gesamten Kautschukmarktes. Hinsichtlich der Leistungsanforderungen an Reifen bestehen vielfältige Kriterien, darunter eine gute Nasshaftung, eine hohe Ab- riebfestigkeit sowie ein geringer Rollwiderstand. Darüber hinaus stellen zum Beispiel auch eine geringe Geräusch- emission und ein niedriger Kraftstoffverbrauch ein gutes Handlingverhalten wesentliche Anforderungen dar [BRS18, HKR17, Nij17, RS13]. Um diese teilweise widersprüchlichen Ziele erfüllen zu können, werden Reifenmischungen in der Regel mit un- terschiedlichen Füllstoffen versetzt, die eine gezielte Ein- stellung der Gebrauchseigenschaften ermöglichen. Der am Bild: Pinzipskizze des Extrusionswerkzeugs Druck- / Temperatursensor Fließkanal Außenecke Innenecke Temperierkanal Extrusion und Kautschuktechnologie – Aus der Forschung

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