Extrusion 1-2026

Ist es möglich, aus bisher ungenutzten Abfallströmen Kunststoffrezyklate zu gewinnen, um hochwertige Fasern und Folien herzustellen? Wie gelingt es, bio-basierte Polymerfasern mit einstellbarer Bioabbaubarkeit herzustellen? Mit diesen Fragen befassen sich Forschende des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE im Projekt Zirk-Tex. Gemein- sam entwickeln sie ergänzend zu mechanischen Verfahren innovative Recyclingmethoden, um nachhaltige Dachbahnen und Geokunststoffe herzustellen. Dabei untersuchen sie die komplette Wertschöpfungskette im Pilotmaßstab. Kunststoff-Rezyklate und Biopolymere als Rohstoff für Fasern und Folien D er Markt für recycelte Kunststoffe, insbesondere Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET), hat noch viel Potenzial. Die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen wächst, doch die Qualität der ver- fügbaren Rezyklate muss steigen. Viele Recyclingprozesse scheitern an Störstoffen, die die Aufbereitung erschweren. In der Folge können Rezyklate bislang oftmals nicht mit Neuware konkurrieren. Dies wollen die sechs Institute des Cluster Fraunhofer CCPE gemeinsam mit den Fraunhofer- Instituten für Molekularbiologie und Angewandte Oekolo- gie IME und für Optronik, Systemtechnik und Bild- auswertung IOSB widerlegen und ändern. Im Projekt Zirk- Tex (kurz für zirkuläre textile Flächengebilde) beantworten sie die Frage, ob es möglich ist, aus bisher nicht verwen- Extrusion 1/2026 34 Die Fraunhofer-Institute legen großen Wert auf die Anwendungs- nähe ihrer neuen Entwicklungen. Hier ein Beispiel für den Einsatz von Geokunststoffen in der Uferbefestigung (© Fraunhofer LBF/Raapke) Recycling, Materialien – Aus der Forschung

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