Extrusion 1-2026
Extrusion 1/2026 26 Hochgeschwindigkeitslösung für die Gesamtqualität der meisten webbasierten Materialien. Hochgradig anpassbar und flexibel ist es für eine Vielzahl von Anforderungen und Konfigurationen, von technischen Materialien bis zu sensiblen pharmazeutischen Anwen- dungen, verfügbar. Das System erkennt Defekte aller Arten, zum Beispiel Gels, Löcher, Blasen, Verunreinigun- gen, Flecken, Beschichtungsinkonsistenzen, Streifen, usw. Es verarbeitet Bahnbreiten von 10 mm bis zu 10 Metern. Das hochauflösende Kamerasystem (hochentwickelte Zei- lenkameras) erfasst präzise Bilder des sich zu bewegenden Gewebes und erkennt Defekte von nur 10 µm Größe und dies bei Bahngeschwindigkeiten von bis zu 1000 Metern pro Minute. Um den Kontrast möglicher Defekte im Mate- rial jeweils zu maximieren, werden Kameras und Licht- quellen in verschiedenen Set-Up Konfigurationen positioniert. Das ebenso individuell konfigurierbare Beleuchtungs- system ermöglicht optimale Beleuchtung für jede Installa- tion und besticht durch hohe Intensität und Gleichmäßig- keit bei geringem Stromverbrauch (hohe Effizienz: 220 Lumen/Watt). Jede Art von Defekt kann damit kategorisiert und unter- schieden sowie automatisch nach Typ und Größe klassifi- ziert werden. Neue Defektkategorien können einfach im Workflow definiert und vom System, auch mit Unterstüt- zung von künstlicher Intelligenz, erlernt werden. Das leistungsstarke System wird über ein resistives Touchpanel oder Panel-PC bedient. Für die Echtzeitkon- trolle können verschiedene Parameter, wie Laufzeitdia- gramm, Histogramm und Defektdichte-Alarme, überwacht werden. Die benutzerfreundliche, modulare und frei konfigurier- bare visuelle Schnittstelle und Steuerzentrale (HMI) wurde mit Fokus auf hohe Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und Produktivität gestaltet. Das System ermöglicht die Überwachung von Defekten in Echtzeit, die Klassifizierung und die Analyse von Trends in der Defektdichte durch strukturierte Berichte. Ein intuitives System, das Defekte sichtbar macht. Die Anwendungen Durch die flexible Anordnung der Systemkomponenten kann ein großes Anwendungsspektrum bewerkstelligt wer- den. Dies reicht beispielsweise von pharmazeutischen Ver- packungen, welche ein Höchstmaß an Qualitätskontrolle erfordern, geht über Hygieneanwendungen, wo ebenso strenge Standards und Zertifizierungen gefordert werden, bis hin zu Lebensmittelverpackungsfolien und technischen Folien, Platten und Bändern. Durch die flexible Anordnung der Systemkomponenten kann die Inline-Bildverarbeitungstechnologie sowohl bei Neuanlagen, schon im Konzept des Extrusionsanlagen- baus integriert, als auch im Nachhinein bei bestehenden Linien implementiert werden. Bild 1 zeigt eine Lösung für einen skandinavischen Her- steller und Dienstleister für anspruchsvolle, nachhaltige Kunststoffverpackungslösungen. Mit einem hohen An- spruch an Qualität und der Forderung sämtliche Phasen der Wertschöpfungskette zu optimieren, entschloss man sich, die Qualitätskontrolle in der Folienproduktion weiter zu optimieren. Das System wurde in eine bestehende PET-Extrusionsli- nie mit maximaler Rollenbreite von 850 mm, Foliendicken von 0,4 bis 2,5 mm und einer Liniengeschwindigkeit von 22 m/min, an der Rahmenkonstruktion der Wicklerstation integriert. Die kritische Defektgröße wurde mit 100 µ an- gegeben und man wollte vor allem Partikel, Nadellöcher und Gels identifizieren. Zur optimalen Ausleuchtung der vorwiegend transparenten und opaken, aber auch farbi- gen Folien, wählte man ein so genanntes Transmissions- Setup. Dabei sind Kamera und Lichtquelle jeweils gegenüber der durchlaufenden Folie angeordnet. Zudem ist das Defekterkennungssystem mit einer Labelling-Sta- tion ausgestattet. Qualitätsrelevante Bereiche werden durch das automatische, berührungslose Aufbringen von Selbstklebeetiketten markiert, identifiziert und ermögli- chen so eine Prozessoptimierung im Downstream (zum Beispiel Thermoforming). Umfangreiche Analysetools stehen dem Anwender zur Verfügung und zeigen alle Defekte einer gesamten Rolle, einschließlich wichtiger Daten wie Defekttypen, Größe und Dichte an. Trotz der individuellen Anpassungsmöglichkeiten des Systems konnte die Installation und Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden in nur wenigen Tagen durchgeführt wer- den. Für einen führenden indischen Hersteller und Anbieter von Spezialverpackungen, einschließlich nachhaltiger Ul- trahoch-Barrierelösungen sowie Etiketten, Beschichtungen und Thermo-Laminierfolien, wurde ein Inspektionssystem an einer Slitter-Linie installiert. In Bild 2 sieht man die Anordnung des Systems für me- tallisierte BOPP-Folien, im Dickenbereich von 8 bis 80 µ, mit einer Rollenbreite von 2.500 mm und Bahngeschwindig- keiten von bis zu 800 m/min. Die kritische Defektgröße lag bei 100µ und es sollten unter anderem Nadellöcher, Bild 2: WIS-1000 System an Slitter-Linie Folienextrusion, Qualitätskontrolle
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy ODIwMTI=